Ruine Frankenstein, Magnetsteine und Ruine Tannenberg
Darmstadt-Eberstadt - Ruine Frankenstein - Galgenbuche - Burgruine Tannenberg - Schloß Heiligenberg - Jugenheim
Wegbeschreibung
An der Straßenbahnhaltestelle in Eberstadt geht es in die Palisadenstraße und am Friedhof vorbei. Hier beginnt der Burgenweg Bergstraße. Wir richten uns nach dem Wegzeichen "blaues B". Am Ende der Straße passieren wir eine Schranke und laufen in den Wald hinein. Wir gelangen zu einem Schotterweg und wenden uns nach links. Kurz darauf geht es die Stufen hinauf und über die Bundesstraße. An der folgenden Weggabel geht es links und über den Schotterweg. Wir wenden uns links auf den Forstweg und folgen diesem an der Abzweigung hinauf. Bei einer Weggabel geht es rechts. Nach einer Weile gelangen wir auf der Höhe zu einer Wegspinne und wenden uns links. Einige Meter weiter geht es geradeaus auf den Pfad. Bei einer Abzweigung halten wir uns links. Es geht rechts am Jungbrunnen vorbei und durch den Kräuter-Riech-Garten zur Ruine Frankenstein (1:00).
Burg Frankenstein
Die Burg Frankenstein wurde im Jahre 1252 erstmalig erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde sie als verfallen beschrieben.
Die Burg wurde durch den dort lebenden Alchimisten Johann Konrad Dippel berühmt. Gerüchteweise soll er aus Leichenteilen ein Wesen geschaffen hat, das seinen Erschaffer erschlug. Er fing in der Umgebung junge Mädchen und Kinder, um mit diesen zu spielen und anschließend zu verspeisen.
Bei einer ihrer Reisen war Mary Shelley auch zu Besuch in Eberstadt und erfuhr vermutlich diese Geschichte. So entstand dann das bekannte Buch "Frankenstein oder der moderne Prometheus".
Wir verlassen die Burgruine Frankenstein, gehen durch das Burgtor und den asphaltierten Weg hinunter. Wir überqueren die Straße und passieren die Schranke. Es geht an der Felsing-Hütte vorbei. An einer Abzweigung wandern wir links auf den Pfad und um den Hügel herum zu einem Felsen, einem Magnetstein.
Magnetsteine
Die Magnetsteine entstanden vermutlich durch Blitzeinschläge. Dabei erhitzt sich das Gestein und es kommt zu Schmelzvorgängen. Beim Abkühlen wird das durch den Blitz induzierte Magnetfeld gespeichert. Mit einem Kompass ist die Abweichung gut messbar.
Wir folgen weiter dem Pfad. An einer Abzweigung geht es rechts und gleich wieder links. Einige Minuten später wandern wir rechts den Pfad hinauf und an der Franz-Bingel-Hütte vorbei. Wir erreichen eine Kreuzung mit einem Wegweiser; es geht hier geradeaus Richtung "Seeheim-Jugenheim/Tannenberg". Nach dem Übersteigen eines querliegenden Baumstammes sehen wir rechts am Wegrand die Galgenbuche.
Galgenbuche
Das Naturdenkmal Galgenbuche besteht aus zwei an einem Ast zusammengewachsenen Bäumen. Die Bäume sind inzwischen abgestorben, die Reste sind aber noch sichtbar.
Kurz darauf führt der Pfad steil hinab. Es geht geradeaus auf den Forstweg, dem wir in der Kurve folgen. In einer Rechtsbiegung geht es links den Pfad hinab zur Ernst-Ludwig-Hütte. Dort wenden wir uns nach rechts in den Kaiserweg.
Wir überqueren die Straße zwischen Seeheim-Jugenheim und Ober-Beerbach und laufen geradeaus in den Lufthansaring Richtung "Burgruine Tannenberg". Vor der Straßenbiegung geht es rechts auf den Forstweg, der oberhalb von Seeheim entlangführt. Wir wandern die Stufen zu einer Schutzhütte hinauf. Kurz darauf erreichen wir wieder die Straße, folgen dieser einige Meter und laufen geradeaus den Waldweg hinauf.
In einer Kurve geht es links den Alten Burgweg steil aufwärts zur Burgruine Tannenberg (2:40).
Burgruine Tannenberg
Die Burg Tannenberg wurde um 1232 auf dem Tannenberg erbaut und erstmals 1239 urkundlich als Burg Seeheim erwähnt. Ende des 14. Jahrhunderts wurde sie zu einer Raubritterburg und im Jahre 1399 nach mehrwöchiger Belagerung vollständig zerstört ( Rekonstruktion der Burg Tannenberg).
Die überwucherten Reste wurden von einer Arbeitsgruppe des Heimat- und Verschönerungsvereins Seeheim freigelegt. Dabei wurden die Grundmauern und der Stumpf des Bergfrieds wiederhergestellt.
Nach Besichtigung der Ruine laufen wir einige Meter den Weg zurück und an der Abzweigung rechts. Der Weg führt in einer Z-Kurve abwärts. Bald darauf geht es links auf den Schotterweg. An einer Abzweigung wenden wir uns links auf den Pfad und vor der Schützhütte rechts hinab. Es geht über einen Forstweg und scharf rechts auf den Pfad. An einem Fahrweg geht es links weiter. Wir erreichen die Straße "Stettbacher Tal", wandern geradeaus weiter über die Brücke und wenden uns nach der Schranke rechts.
Wir erreichen kurz darauf die evangelische Bergkirche Jugenheim. Vor der Kirche führt der Weg im spitzen Winkel links bergauf Richtung "Schloß Heiligenberg". Wir gelangen auf einen Asphaltweg und folgen dem Weg hinauf mit der Markierung SJ1 zum Schloß Heiligenberg (3:20).
Schloß Heiligenberg
Schloß Heiligenberg war einst die Sommerresidenz des Hauses Battenberg-Mountbatten, das weitreichende Beziehungen zu europäischen Königshäusern besaß. Es war ursprünglich ein Landgut und wurde zwischen 1862 und 1867 zum Schloß umgebaut. Heutzutage befindet sich hier das Hessische Institut für Lehrerfortbildung.
Wir laufen die Straße ein Stück zurück. Nach dem Teich führt links der Weg geradeaus hinauf (Wegzeichen "blauer B") zur Klosterruine.
Klosterruine auf dem Heiligenberg
Das Nonnenkloster auf dem Heiligenberg wurde vermutlich 1263 von Konrad II. von Bickenbach und seiner Frau Ruda von Falkenstein gestiftet. Die Klosterkirche wurde etwa ein Jahrhaundert benutzt während das Kloster allmählich verfiel. Die Klosterruine wurde ca. 1830 von Großherzogin Wilhelmine restauriert.
Wir wandern geradeaus weiter und gelangen zu einer Wiese. Hier steht ein goldendes Kreuz, das 1865/66 zum Gedenken an Großherzogin Wilhelmine errichtet wurde. Links daneben ist das 1895 gebaute Mausoleum der Battenberger zu sehen. Wir laufen über die Wiese und an der Wegkreuzung rechts hinunter. Wir erreichen wieder die Bergkirche und gehen links die Straße hinunter. An der Infotafel "Heiligenberg-Marienberg" wenden wir uns scharf links auf den Fußweg. Es geht links auf die Straße. An der darauffolgenden Kreuzung folgen wir der Hauptstraße mit der Markierung SJ3 nach rechts und an einer weiteren Kreuzung geht es geradeaus in die Ludwigstraße. Kurz darauf erreichen wir die Haltestelle Ludwigstraße. Hier endet unsere Wanderung (3:45).
Weitere Informationen
Anfahrt
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Straßenbahn von Darmstadt zur Haltestelle "Eberstadt-Friedhof". Von der Haltestelle "Ludwigstraße" in Jugenheim gelangt man mit der Straßenbahn zurück nach Darmstadt.
Mit dem Auto: Das Auto am Friedhof von Eberstadt parken (Palisadenstraße). Rückfahrt mit der Straßenbahn von Jugenheim-Ludwigstraße bis Eberstadt-Friedhof.
Einkehren
Möglichkeit zur Einkehr bei Burg Frankenstein und in Jugenheim.
Wanderkarten
Freizeitkarte 1:20.000 – Blatt 2: Nördlicher Vorderer Odenwald
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN 978-3-89446-300-7
Freizeitkarte 1:50.000 – NO West Nördlicher Odenwald
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN 978-3-89446-291-8
Die Wanderung wurde am 26. Oktober 2009 aktualisiert.
Steckbrief
Anspruch:- Start: Haltestelle "Friedhof" in Darmstadt-Eberstadt
- Ende: Haltestelle "Ludwigstraße" in Jugenheim
- Wanderzeit: 3:45 Std.
- Länge: 14,0 km
- Tiefster Punkt: 120 m
- Höchster Punkt: 431 m
- Summe Steigungen: 504 m
- Summe Gefälle: 499 m












